Sputnik 1 - 1957 beginnt der Wettlauf ins All

Sputnik, russisch "der Begleiter". Am 4. Oktober 1957 startet Sputnik 1 mit einem Gewicht von 84,6 Kilogramm. Nach 1.400 Erdumrundungen endet seine historische Mission. Statt eines großen Satelliten, dessen technische Umsetzung nicht wie geplant im Jahr 1957 fertig werden konnte, schufen die Russen eine kleine, simple Lösung, um die Amerikaner durch einen symbolischen Vorsprung zu beeindrucken.

Knapp 60 cm im Durchmesser, gefertigt aus Aluminium, gefüllt mit einer Radioanlage, die einen Piepton um die Welt sandte, war Sputnik 1 nicht viel mehr als eine Blechkugel.
(siehe Modell Sputnik 1 - Collection Space Newseum)

Sergei Koroljow, der Chefentwickler der russischen Raumfahrt und Raketentechnik kümmert sich persönlich um das Gelingen der Mission. Wichtig für uns ist, dass er eine funktionierende Interkontinentalrakete zur Verfügung hat, die Tests dafür verlaufen glücklicherweise erfolgreich.

Der Starrttermin ist der Abend des 4. Oktober im Cosmodrom Baikonur in Kasachstan, wo auch heute noch alle großen Missionen der Sojus-Serie zur ISS gestartet werden. Um exakt 22:28 Uhr Moskauer Zeit am 4. Oktober 1957 werden die 24 Triebwerke der R-7 gezündet. 5 Minuten nach dem Start werden Rakete und Satellit voneinander getrennt - Sputnik 1 ist im All und beginnt seinen Siegeszug...

Nach langen Minuten gespannter Still geht der Piepton von Sputnik 1 um die Welt, wird von den Amerikanischen Streitkräften wie von Amateurfunkempfängern in aller Welt empfangen. Die PRAWDA titelt am 8. Oktober mit: "Russen haben den Wettlauf gewonnen!" Bleiben die amerikanische Regierung auch eher unbeeindruckt, sorgen die westlichen Medien dafür, dass die Konkurrenz zwischen der westlichen Zivilisation und dem Kommunismus weiter angeheizt wird. Der kalte Krieg geht in sein nächstes Kapitel...